Kaiserstraße: Litfaßsäule als Prototypen

Antwort der Verwaltung keineswegs zufriedenstellend

ÖDP Fraktionsvorsitzender Raimund Binder hatte für die Stadtratssitzung am 11.04.20019 eine Anfrage zu den Litfaßsäulen in der Kaiserstraße gestellt. Darin hieß es:
„… fiel der verlotterte Zustand der Plakate an den Litfaßsäulen in der Kaiserstraße auf.
Deshalb frage ich
- Wer ist für die Vermarktung und Beklebung der Säulen zuständig
- Warum sind offenbar einzelne Flächen gar nicht vermietet
- Gibt es demnach vielleicht mittlerweile zu viel Plakatierungsflächen
Die neuen Litfaßsäulen wurden für viel Geld angeschafft und sollten eine besondere Innovation in der neuen Kaiserstraße darstellen. Die Freie Kulturszene hat in der Vergangenheit mehrfach beklagt, dass zu wenig Flächen vorhanden sind.“

Nun kam die Antwort der Verwaltung, die in keinster Weise zufriedenstellend ist:
„Die zwei Werbesäulen wurden im Rahmen der Umgestaltung der Kaiserstraße als Prototypen entwickelt und dort erstmals aufgestellt. Die Litfaßsäulen werden, wie die Flächen der Dreieckständer und Plakatwände, ganzjährig vom FB Kultur „vermietet“. Grundsätzlich werden alle vorhandenen Flächen belegt. Mit der Plakatierung sämtlicher Flächen ist ein privater Dienstleister beauftragt. Die noch laufende Erprobung der Litfaßsäulen in der Kaiserstraße hat ergeben, dass es aufgrund des Materials bzw. der Oberflächenbeschichtung große Probleme mit der Haftung der Plakate gibt. Dies führt z.B. dazu, dass Plakate von Passanten sehr leicht abgerissen werden können bzw. teilweise durch Feuchtigkeit oder Winddruck gelöst werden. Tests verschiedener Kleister/Kleber führten bisher leider noch nicht zum gewünschten Erfolg.
Weiterhin hat sich gezeigt, dass auch die Aufteilung der einzelnen Segmente für die nachgefragten Plakatformate nicht in allen Fällen praxisgerecht ist.
Die verschiedenen Problemstellungen sowie Lösungsansätze werden innerhalb der Stadtverwaltung aber auch mit dem Konstrukteur der Säulen und dem Plakatierer diskutiert und fließen in eine mögliche Weiterentwicklung der Litfaßsäulen ein.
Abschließend wird darauf hingewiesen, dass der Bedarf an Werbeflächen gerade für die freie Kulturszene nach wie vor hoch ist. Der Fachbereich Kultur steht hier in engem Kontakt mit dem Dachverband Freie Kulturträger, der erst vor kurzem weiteren Bedarf angemeldet hat.“


Bereits mit „Antrag Nr. 43/2018 des Stadtratsmitgliedes Binder - auch namens der ÖDP-Stadtratsfraktion - vom 26.06.2018 zur Aufstellung mind. zwei weiterer Bänke und zur Prüfung der Maßnahmen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität, z.B. mittels dauerhafter Begrünung, Ausweitung der gastronomischen Nutzung oder Aufstellung eines Spielpunktes…“ hatte die Fraktion weitere Maßnahmen beantragt.

Wie Sich jetzt auf die Anfrage zeigt, ist nichts erfolgt. In der Verwaltung herrschte Ratlosigkeit, was im Rat zu allgemeiner Verwunderung, teils Gelächter führte. Binder fragte in der o.g. Sitzung noch genauer nach und wollte wissen, was den die Konsequenz aus der o.g. Feststellung zu den Litfassäulen sei? Man habe damals nur auf Empfehlung des Stadtbaurates einem Prototyp zugestimmt und erfahre jetzt nur auf Nachfrage, dass auf diesem nicht mal die Plakate kleben. Das Betretene Schweigen der Verwaltung kann so nicht hingenommen werden. Es ist Aufgabe der Verwaltung hier schnell Abhilfe zu schaffen, schließlich sei das Aufhängen von Plakaten keine Würzburger Erfindung.


Mit freundlichen Grüßen

R. Binder     

Die Litfaßsäule, um die es geht.

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