Anschaffung von Wasserstoffbussen

Zusatzantrag zu TOP 9/10 Stadtratssitzung 18.10.2018

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

zum TOP 9+10 der kommenden Stadtratssitzung beantragen wir als Ergänzung:

Die Stadt prüft mit der WSB/WVV die Anschaffung einen oder mehrerer Wasserstoffbusse und legt dem Stadtrat das Ergebnis zur Entscheidung vor.

Begründung:
Die Umstellung öffentlicher Verkehrsmittel auf einen umweltschonenderen Betrieb wird immer wichtiger; dabei kann die E-Mobilität eine Variante sein, die bereits geprüft und erprobt werden wird. Sie ist aber nicht die einzige Alternative, wie die Beispiele aus anderen Städten zeigen:
Die Kölner und Wuppertaler Verkehrsunternehmen haben nun aber gehandelt: Die Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) hat 30 und die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) 10 Wasserstoff-Busse beim belgischen Hersteller Van Hool bestellt.

800.000 Wasserstoff-Busse bis 2030 in Japan
Immer mehr Fahrzeughersteller tasten sich auf den Markt der alternativen Antriebe vor, darunter auch Toyota. Vorerst bringt der Hersteller allerdings nur in Japan einen Brennstoffzellenbus auf den Markt. Über 100 Modelle sollen es bis 2020 werden. Das hat einen guten Grund. Kein anderes Land setzt so stark auf Wasserstoff wie Japan. 200.000 Brennstoffzellenfahrzeuge sollen bis 2025 auf den Straßen fahren. Bis 2030 sogar 800.000
Wasserstoffbus
Wasserstoffbusse sind Brennstoffzellenfahrzeuge, die mit Wasserstoff betrieben werden. Im Fahrbetrieb entstehen daher keine klimaschädlichen Emissionen, sondern lediglich Wärme und Wasserdampf.
Unter Einsatz von Energie kann Wasserstoff aus seiner jeweiligen Verbindung gelöst und gespeichert werden. Wasserstoff ist also ein transportfähiger Energieträger, der in der Brennstoffzelle unter Zuführung von Sauerstoff die investierte Energie wieder freisetzt. Er wird auch in Wasserstoffverbrennungsmotoren eingesetzt. Da die Vorketten des Fahrbetriebs entscheidende Bedeutung haben, soll Wasserstoff idealerweise wirtschaftlich und in ausreichender Menge aus regenerativen Primärenergien (Solarenergie, Wind-, Wasserkraft) hergestellt oder die Überschusselektrizität konventioneller Kraftwerke sowie Nebenprodukt-Wasserstoff aus chemischen Prozessen genutzt werden.
Auch wenn das große Volumen von Wasserstoff eine Herausforderung darstellt, ist vor allem die Energiedichte überzeugend. Zum Vergleich: In einem Kilogramm H2 steckt etwa dreimal so viel Energie wie in einem Kilogramm Erdöl. Entscheidend für den Klimaschutz ist allerdings die Energiequelle. Wasserstoff ermöglicht die Nutzung von erneuerbaren Energien im Verkehrssektor.
Im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) wird der Einsatz von Wasserstoff als Kraftstoff u. a. im Rahmen des Demonstrationsprojektes Clean Energy Partnership erprobt. Aktuell sind sowohl Omnibusse mit Wasserstoffverbrennungsmotor als auch Brennstoffzellenhybridbusse, z. B. in Berlin und Hamburg, in Betrieb.
Seit 2006 waren bis zu 14 Eindecker-Omnibusse im Linieneinsatz. Unter den realistischen Bedingungen des Großstadtverkehrs werden dabei die Logistik, das Handling und die Ergiebigkeit von gasförmigem Wasserstoff als Kraftstoff erprobt und so wichtige Erkenntnisse für einen zuverlässigen und wirtschaftlichen Einsatz von alternativen Antrieben im ÖPNV einer Metropole gewonnen
Zit. Aus VDV –Die Verkehrsunternehmen Internetseite


Mit freundlichen Grüßen,

Raimund Binder / Heinz Braun / Christiane Kerner


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